Ein Dorf freut sich über Einzug eines Storchenpaares

Ein Dorf freut sich über Einzug eines Storchenpaares


Störche in Haundorf hatten eigentlich lange Jahre Tradition. Viele Storchengenerationen fühlten sich auf dem Schlot vom Bauernhof der Familie Hübner wohl. Doch als 1972 das Wohnhaus umgebaut wurde, musste das Storchennest verständlicher Weise weichen. Das war zunächst für die brutwilligen Storchenpärchen nicht zu begreifen. Man musste sie regelrecht vertreiben. Schließlich versuchte man sie auf dem Dach der Reidelshöfer’schen Scheune anzusiedeln, was jedoch von den Adebars nicht angenommen wurde und so wandten sie sich über lange Jahre von Haundorf ab.

Im Jahr 2013 wurde auf Initiative des örtlichen Gartenbauvereins und  leidenschaftlicher Unterstützung von Ernst Rüger eine Metallplattform für den Nestbau auf dem Haundorfer Schulhaus errichtet. Seit dem warten viele Dorfbewohner in jedem Frühjahr gespannt, ob sich ein Storchenpärchen einnistet. Einen ersten Lichtblick gab es im vergangenen Jahr. Leider war plötzlich nur noch ein Storch am Nest und damit ein erfolgreiches Brüten unmöglich. Die Vermutung einiger besorgter Bürger, die Bauarbeiten für den umfangreichen Umbau des Gebäudes wären für die erneute Flucht verantwortlich gewesen, ist nicht zutreffend.

Heuer hatte wieder ein Storchenpärchen den Horst auf dem Dach bezogen und viele Autofahrer richteten den Blick bei der Einfahrt nach Haundorf gespannt nach oben. Bleiben sie oder wird es heuer wieder nichts, das war die bange Frage.

Und ja, es scheint, sie würden mittlerweile brüten und wir dürfen in Haundorf wieder Storchennachwuchs erwarten. Mittlerweile weilt vornehmlich die Störchin im Nest und Meister Adebar ist auf der Suche nach Nahrung in den vielen umliegenden Wiesen zu beobachten.

Groben Schätzungen zufolge ist das Liebespärchen auf dem Schulhausdach in diesen Wochen das am häufigsten fotografierte Tiermotiv in Haundorf.